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Jahresrückblick 2025
Anfang Februar habe ich mein Lauftraining wieder aufgenommen. Das Problem mit dem Sprunggelenk war zwar noch nicht ganz überwunden – von Zeit zu Zeit verspürte ich noch ein Ziehen im Fuß –, aber ich konnte schmerzfrei laufen. Trotzdem vermied ich es zu diesem Zeitpunkt noch, an zwei aufeinanderfolgenden Tagen zu laufen.
Ab Anfang März habe ich mein Training wieder intensiviert und bin auch an mehreren aufeinanderfolgenden Tagen gelaufen. Insgesamt bin ich im März drei Ultramarathons und drei Marathons gelaufen.
Der April begann mit dem Hannover-Marathon. Am darauffolgenden Wochenende bin ich am Freitagabend den Feierabend-Marathon gelaufen, um dann am Sonntag die 57 Kilometer beim BiMa zu absolvieren. Es war bereits der 13. BiMa, und ich war bei allen Veranstaltungen dabei.
Ende April ging es dann zum TransEspania. Meine Gefühle waren ziemlich gemischt – ich bin noch nie mit so wenigen Vorbereitungskilometern in einen so langen Mehrtageslauf gestartet. Andererseits liefen die letzten Wochen ganz gut.
Eine Woche nach dem TransEspania bin ich schon wieder beim Sollingmarathon gestartet. Eigentlich wollte ich nach dem TransEspania etwas kürzertreten, um mich zu erholen, aber da der Sollingmarathon in meinem Landkreis stattfindet, war es mir wichtig, dort zu laufen. Dafür habe ich mir an den beiden folgenden Wochenenden etwas mehr Ruhe gegönnt.
Am Himmelfahrtswochenende bin ich nach Dänemark gefahren und habe mit dem Fahrrad den Ringkøbingfjord umrundet. Diese Tour hatte ich schon lange vor, aber irgendwie hatte es nie gepasst.
An den beiden darauffolgenden Wochenenden habe ich jeweils einen Ultra über 50 bzw. 60 Kilometer absolviert, und dann stand schon wieder der Moravský UltraMaraton (MUM) auf dem Plan. Für mich war es bereits das 14. Mal, dass ich zu diesem siebentägigen Lauf nach Tschechien gefahren bin.
Nach dem MUM lief ich zunächst den „3 Türme XL“ (60 km), und am darauffolgenden Wochenende feierte ich beim „Fachberg 100“ (100-Kilometer-Lauf) meinen 1250. Marathon/Ultra.
Am 29. Juli bin ich morgens vor der Arbeit noch bei mir um den See gelaufen, und alles war in Ordnung. Als ich jedoch bei der Arbeit aus dem Auto stieg, spürte ich plötzlich einen kurzen Schmerz und konnte nur noch humpeln. Im Laufe des Tages besserte sich das Ganze allerdings wieder, sodass ich dem keine größere Bedeutung beimaß. Am Mittwoch lief ich nach der Arbeit mit meinen Kollegen unsere 15-km-Runde. Ab Kilometer 10 verspürte ich ein merkwürdiges Ziehen im Bein, konnte aber problemlos weiterlaufen. Da am Samstag der Ottonenlauf mit seinen 69 Kilometern auf dem Programm stand, schonte ich mich am Donnerstag und Freitag.
Am Montag ging es schon wieder recht ordentlich, und am Dienstag war ich komplett schmerzfrei, sodass ich entschied, am Mittwoch wieder mit meinen Kollegen zu laufen. Unsere 15-km-Runde besteht eigentlich aus zwei verschiedenen Schleifen, wobei die erste nur 6 km lang ist. Ich nahm mir vor, nach sechs Kilometern aufzuhören, falls wieder etwas auftreten sollte. Doch soweit kam ich gar nicht – bereits nach 2,5 km setzten die Schmerzen plötzlich wieder ein, und selbst der Rückweg war gehen nur unter starken Schmerzen möglich.
So stand ich dann am 16. August in Berlin an der Startlinie – mit einiger Unsicherheit, ob das wirklich eine gute Entscheidung war. Auf den ersten Kilometern hörte ich noch sehr genau in mich hinein, doch das ungute Gefühl verschwand immer mehr. Spätestens ab der Marathonmarke dachte ich überhaupt nicht mehr an die Probleme, die mich noch wenige Tage zuvor geplagt hatten.
Mitte September hatte ich ein paar Tage frei und bin nach Italien gefahren. 2025 fand ja wieder ein Transeuropalauf statt: Der Start war in Flensburg, und nach 41 Etappen endete das Rennen in San Marino. Beim Schwarzwaldlauf 2024 hatte ich mich bereits mit Thomas, dem Veranstalter, darüber unterhalten und erwähnt, dass für Ländersammler besonders die letzte Etappe interessant sei – schließlich bot sich damit die Gelegenheit, auch einmal einen Lauf in San Marino zu absolvieren. Schade war nur, dass der größte Teil der Strecke durch Italien führte. Die Idee, im Anschluss an den Transeuropalauf noch einen separaten Lauf in San Marino zu organisieren, war daher schnell geboren.
In der Woche danach fand in Northeim wieder der 12-Stunden-Lauf statt, es war bereits die 12. Auflage des Tageslicht-Ultras.
Anfang Oktober ging es für mich nach Spanien. Nach den beiden Ironmans in Hamburg und Kopenhagen hatte ich mich in diesem Jahr für Spanien (Calella–Barcelona) entschieden. Wie schon im letzten Jahr in Dänemark wurde auch diesmal alles mit einem Urlaub verbunden.
Dazu gab es hier auf der Seite einen ausführlichen Bericht – hier noch einmal der Link:
IRONMAN
Bis Ende Oktober folgten dann noch der Brocken-Marathon, ein Marathon rund um das Steinhuder Meer, der Dresden-Marathon sowie ein 45-Kilometer-Lauf in Osnabrück.
Der November begann gleich wieder mit einem Ultra: Am ersten November fand erneut die Sollingquerung statt – für mich bereits die dreizehnte Teilnahme. Insgesamt sind wir drei Teilnehmer, die mit jeweils 13 Starts die meisten Teilnahmen haben.
Im Dezember fanden dann überwiegend privat organisierte Marathons statt. Der einzige Ultra, den ich im Dezember gelaufen bin, war ein 45-Kilometer-Lauf in Langenhagen.
Das Laufjahr beendete ich mit 25 Marathons und 47 Ultras. Von insgesamt 72 Läufen absolvierte ich 28 (38,9 %) im Ausland.
Besonders freut mich, dass ich trotz der Laufpause im Januar und der Verletzung Anfang August am Jahresende wieder mehr als 5.000 Laufkilometer erreicht habe und damit nun bereits im 14. Jahr in Folge jedes Jahr mindestens 5.000 km gelaufen bin.
Ausblick 2026:
Ab dem 2. Mai findet dann der Etappenlauf „Fra Grænsen til Grenen“ (von der Grenze nach Grenen) statt. In zwölf Tagen werden dabei 582 Kilometer quer durch ganz Dänemark gelaufen.
Im August werde ich voraussichtlich noch einmal nach Italien reisen, um beim Orta 10 in 10 teilzunehmen – zehn Läufe am Lago d’Orta.
Auch eine Triathlon-Langdistanz möchte ich 2026 wieder absolvieren. Dafür habe ich mir den Knappenman in der Lausitz ausgesucht.
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Michael Kiene
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