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Jahresrückblick 2025


Das neue Jahr begann gleich wieder mit einem Marathon. Am 1. Januar organisierte ich bereits den 9. Northeimer Neujahrsmarathon.
Danach stand jedoch zunächst eine Laufpause auf dem Plan. Bereits seit dem 2. Advent hatte ich Probleme mit meinem rechten Sprunggelenk. Bei längeren Läufen machte es sich in der zweiten Hälfte immer unangenehm bemerkbar. Da ab Ende April der Trans España auf dem Plan stand, wollte ich die Beschwerden lieber frühzeitig im Jahr auskurieren. Ursprünglich hoffte ich, dass eine zweiwöchige Laufpause ausreichen würde. Nach einem Probelauf verlängerte ich die Pause jedoch am 15. Januar noch einmal.

Anfang Februar habe ich mein Lauftraining wieder aufgenommen. Das Problem mit dem Sprunggelenk war zwar noch nicht ganz überwunden – von Zeit zu Zeit verspürte ich noch ein Ziehen im Fuß –, aber ich konnte schmerzfrei laufen. Trotzdem vermied ich es zu diesem Zeitpunkt noch, an zwei aufeinanderfolgenden Tagen zu laufen.
Mitte Februar bin ich dann erneut die Brocken-Challenge gelaufen – meine mittlerweile zwölfte Teilnahme. Außerdem habe ich im Februar noch zwei kürzere Ultramarathons und einen Marathon absolviert.

Ab Anfang März habe ich mein Training wieder intensiviert und bin auch an mehreren aufeinanderfolgenden Tagen gelaufen. Insgesamt bin ich im März drei Ultramarathons und drei Marathons gelaufen.
Der Springe-Deister-Marathon am 22. März war dann mein erster Marathon des Jahres 2025 unter vier Stunden. Damit habe ich nun bereits 18 Jahre in Folge mindestens einen Marathon pro Jahr in unter vier Stunden absolviert.
Am nächsten Tag bin ich dann beim 11. Northeimer Tageslicht-Ultra noch einmal 70 Kilometer gelaufen. Das lief insgesamt ganz gut und beruhigte mich etwas im Hinblick auf den TransEspania, der ja fünf Wochen später begann.
Am letzten Märzwochenende folgte dann noch der 3-Türme-Ultra, sodass ich den März mit drei Marathons und drei Ultras abschließen konnte.

Der April begann mit dem Hannover-Marathon. Am darauffolgenden Wochenende bin ich am Freitagabend den Feierabend-Marathon gelaufen, um dann am Sonntag die 57 Kilometer beim BiMa zu absolvieren. Es war bereits der 13. BiMa, und ich war bei allen Veranstaltungen dabei.
Das letzte Wochenende vor dem TransEspania war dann das Osterwochenende, das ich in Dänemark verbracht habe. Neben einigen Radkilometern bin ich dort am Karfreitag auch noch den Aalborg Brutal Marathon gelaufen.

Ende April ging es dann zum TransEspania. Meine Gefühle waren ziemlich gemischt – ich bin noch nie mit so wenigen Vorbereitungskilometern in einen so langen Mehrtageslauf gestartet. Andererseits liefen die letzten Wochen ganz gut.
Der TransEspania selbst lief dann auch hervorragend. Natürlich hatte ich auch ein paar schlechte Tage (Sprunggelenk oder kaputte Zehen), aber ich glaube, niemand läuft 18 Tage lang täglich 60 Kilometer, ohne auch nur das kleinste Problem.
Am Ende konnte ich den TransEspania sogar als zweitschnellster Mann finishen.
Während des TransEspania hatte ich auch wieder täglich einen Blog auf meiner Website veröffentlicht, diesen kann man heute noch unter folgenden Link nachlesen: TransEspania

Eine Woche nach dem TransEspania bin ich schon wieder beim Sollingmarathon gestartet. Eigentlich wollte ich nach dem TransEspania etwas kürzertreten, um mich zu erholen, aber da der Sollingmarathon in meinem Landkreis stattfindet, war es mir wichtig, dort zu laufen. Dafür habe ich mir an den beiden folgenden Wochenenden etwas mehr Ruhe gegönnt.

Am Himmelfahrtswochenende bin ich nach Dänemark gefahren und habe mit dem Fahrrad den Ringkøbingfjord umrundet. Diese Tour hatte ich schon lange vor, aber irgendwie hatte es nie gepasst.
Am darauffolgenden Pfingstwochenende bin ich dann nach Rügen gefahren. Schon lange wollte ich einmal an einer Langstreckenwanderung (Megamarsch oder Ultramarsch) teilnehmen, und im Rahmen der Veranstaltungsreihe „UltraMarsch“ wurde die Wanderung „Rund um Rügen“ angeboten. Der Start für die 60-Kilometer-Runde erfolgte morgens um 8 Uhr, das Zeitlimit lag bei 14 Stunden. Mit einer Zeit von 9 Stunden und 43 Minuten war ich deutlich schneller, als ich vorher erwartet hätte.
Die Strecke war landschaftlich sehr schön – nur das Wetter hätte etwas besser sein können; zwischendurch regnete es dreimal. Trotzdem war es insgesamt besser als vorhergesagt, und ich konnte den Großteil der Wanderung im Trockenen genießen.
Langstreckenwandern ist als Abwechslung zum Laufen auch mal ganz entspannend.

An den beiden darauffolgenden Wochenenden habe ich jeweils einen Ultra über 50 bzw. 60 Kilometer absolviert, und dann stand schon wieder der Moravský UltraMaraton (MUM) auf dem Plan. Für mich war es bereits das 14. Mal, dass ich zu diesem siebentägigen Lauf nach Tschechien gefahren bin.

Nach dem MUM lief ich zunächst den „3 Türme XL“ (60 km), und am darauffolgenden Wochenende feierte ich beim „Fachberg 100“ (100-Kilometer-Lauf) meinen 1250. Marathon/Ultra.
Der Fachberg 100 sollte der letzte richtige Formtest vor den „100 Meilen von Berlin“ (161 km) sein, die vier Wochen später stattfanden. Da der Fachberg 100 trotz großer Hitze eigentlich ganz gut lief, war ich zu diesem Zeitpunkt noch sehr zuversichtlich für Berlin.

Am 29. Juli bin ich morgens vor der Arbeit noch bei mir um den See gelaufen, und alles war in Ordnung. Als ich jedoch bei der Arbeit aus dem Auto stieg, spürte ich plötzlich einen kurzen Schmerz und konnte nur noch humpeln. Im Laufe des Tages besserte sich das Ganze allerdings wieder, sodass ich dem keine größere Bedeutung beimaß. Am Mittwoch lief ich nach der Arbeit mit meinen Kollegen unsere 15-km-Runde. Ab Kilometer 10 verspürte ich ein merkwürdiges Ziehen im Bein, konnte aber problemlos weiterlaufen. Da am Samstag der Ottonenlauf mit seinen 69 Kilometern auf dem Programm stand, schonte ich mich am Donnerstag und Freitag.
Am Samstagmorgen dachte ich noch: „Was auch immer das war – spüren tue ich davon nichts mehr.“ Aber schon nach wenigen Laufkilometern merkte ich: Das wird heute nichts. Ich entschied mich frühzeitig, in Alexisbad auszusteigen und mit dem Bus ins Ziel zu fahren. Das war auch gut so, denn den Rest des Wochenendes konnte ich nur humpeln.

Am Montag ging es schon wieder recht ordentlich, und am Dienstag war ich komplett schmerzfrei, sodass ich entschied, am Mittwoch wieder mit meinen Kollegen zu laufen. Unsere 15-km-Runde besteht eigentlich aus zwei verschiedenen Schleifen, wobei die erste nur 6 km lang ist. Ich nahm mir vor, nach sechs Kilometern aufzuhören, falls wieder etwas auftreten sollte. Doch soweit kam ich gar nicht – bereits nach 2,5 km setzten die Schmerzen plötzlich wieder ein, und selbst der Rückweg war gehen nur unter starken Schmerzen möglich.
Eine Differentialdiagnose ergab eine Entzündung der Hamstringssehne. Das Ganze ist zwar gut ausheilbar, braucht aber Zeit – und 10 Tage bis zum 100-Meilen-Lauf in Berlin waren wirklich nicht viel.
Eigentlich bin ich kein Freund von Medikamenten, aber Wobenzym soll die Heilung bei solchen Entzündungen etwas beschleunigen. Um mir später keine Vorwürfe zu machen, nicht alles probiert zu haben, entschloss ich mich schließlich doch zu einem Besuch in der Apotheke.
Nachdem ich Wobenzym sechs Tage lang eingenommen hatte, also vier Tage vor dem Start, absolvierte ich einen kurzen Testlauf über 5,6 km. Das fühlte sich schon wieder weitgehend normal an, sodass ich am nächsten Tag noch einmal 9 km lief. Auch das klappte gut, und so entschied ich, nach Berlin zu fahren und dort zumindest zu starten.

So stand ich dann am 16. August in Berlin an der Startlinie – mit einiger Unsicherheit, ob das wirklich eine gute Entscheidung war. Auf den ersten Kilometern hörte ich noch sehr genau in mich hinein, doch das ungute Gefühl verschwand immer mehr. Spätestens ab der Marathonmarke dachte ich überhaupt nicht mehr an die Probleme, die mich noch wenige Tage zuvor geplagt hatten.
Am Ende konnte ich die 100 Meilen zufriedenstellend finishen und erreichte mit meiner Zeit erneut die Qualifikation für den Spartathlon. Nicht, dass ich vorhätte, dort noch einmal zu laufen – aber es ist ein gutes Gefühl zu wissen, dass man es (noch) könnte.

Mitte September hatte ich ein paar Tage frei und bin nach Italien gefahren. 2025 fand ja wieder ein Transeuropalauf statt: Der Start war in Flensburg, und nach 41 Etappen endete das Rennen in San Marino. Beim Schwarzwaldlauf 2024 hatte ich mich bereits mit Thomas, dem Veranstalter, darüber unterhalten und erwähnt, dass für Ländersammler besonders die letzte Etappe interessant sei – schließlich bot sich damit die Gelegenheit, auch einmal einen Lauf in San Marino zu absolvieren. Schade war nur, dass der größte Teil der Strecke durch Italien führte. Die Idee, im Anschluss an den Transeuropalauf noch einen separaten Lauf in San Marino zu organisieren, war daher schnell geboren.
Wenige Tage später hatte Thomas den Lauf bereits ausgeschrieben – und mich gleich als ersten Starter eingetragen.
Nachdem ich zuerst den Transeuropalauf besucht hatte, entspannte ich mich vor dem Lauf in San Marino noch etwas in Rimini.
Der Lauf in San Marino war für mich dann der 30. in einem unterschiedlichen Land und insgesamt mein 1.256. Marathon/Ultralauf – davon 190 im Ausland, was einem Anteil von 15,1 % entspricht. Anders gesagt: Mehr als jeder siebte meiner Läufe fand im Ausland statt.

In der Woche danach fand in Northeim wieder der 12-Stunden-Lauf statt, es war bereits die 12. Auflage des Tageslicht-Ultras.

Anfang Oktober ging es für mich nach Spanien. Nach den beiden Ironmans in Hamburg und Kopenhagen hatte ich mich in diesem Jahr für Spanien (Calella–Barcelona) entschieden. Wie schon im letzten Jahr in Dänemark wurde auch diesmal alles mit einem Urlaub verbunden. Dazu gab es hier auf der Seite einen ausführlichen Bericht – hier noch einmal der Link: IRONMAN

Bis Ende Oktober folgten dann noch der Brocken-Marathon, ein Marathon rund um das Steinhuder Meer, der Dresden-Marathon sowie ein 45-Kilometer-Lauf in Osnabrück.

Der November begann gleich wieder mit einem Ultra: Am ersten November fand erneut die Sollingquerung statt – für mich bereits die dreizehnte Teilnahme. Insgesamt sind wir drei Teilnehmer, die mit jeweils 13 Starts die meisten Teilnahmen haben.
Zeitgleich startete die Bewerbungsphase für die Brocken-Challenge. Da ich dort schon seit 2021 in Planung und Durchführung eingebunden bin, hatte ich ab November wieder einiges zu tun.
Im weiteren Verlauf des Monats folgten noch vier Marathons, wobei der Schloss Marienburg Marathon den Höhepunkt darstellte. Bei dieser Veranstaltung bin ich seit Beginn jedes Jahr dabei. Zusammen mit zwei weiteren Teilnehmern können wir hier jeweils 13 Starts vorweisen.
Zum Monatsabschluss fand in Langenhagen der 6-Stunden-Adventslauf statt. Mit 13 Runden (je 4,22 km) und insgesamt 54,86 km konnte ich mein Ergebnis der beiden Vorjahre erneut bestätigen.

Im Dezember fanden dann überwiegend privat organisierte Marathons statt. Der einzige Ultra, den ich im Dezember gelaufen bin, war ein 45-Kilometer-Lauf in Langenhagen.
An Heiligabend veranstaltete ich wieder den Heiligabend-Marathon. Dies war bereits die 10. Ausgabe und mit 24 Voranmeldungen auch ausgebucht.
Über Weihnachten war ich noch einmal für ein paar Tage in Dänemark. Dort bin ich die Etappen 7–11 des Etappenlaufs „Fra Grænsen til Grenen“, den ich im kommenden Jahr zusammen mit drei weiteren Läuferinnen und Läufern organisiere, abgefahren.
Zum Jahresabschluss habe ich dann noch einmal drei Wettkämpfe an einem Tag absolviert: Zuerst startete ich in Kassel beim Silvestermarathon, und am Nachmittag lief ich am Seeburger See noch die beiden Silvesterläufe über 5 und 10 Kilometer.

Das Laufjahr beendete ich mit 25 Marathons und 47 Ultras. Von insgesamt 72 Läufen absolvierte ich 28 (38,9 %) im Ausland.
Neben 5.363 Laufkilometern habe ich 2025 außerdem noch knapp 3.000 Fahrradkilometer und mehr als 200 Schwimmkilometer absolviert.

Besonders freut mich, dass ich trotz der Laufpause im Januar und der Verletzung Anfang August am Jahresende wieder mehr als 5.000 Laufkilometer erreicht habe und damit nun bereits im 14. Jahr in Folge jedes Jahr mindestens 5.000 km gelaufen bin.

Ausblick 2026:
Natürlich steht im Februar wieder die Brocken-Challenge und im Juli der MUM auf dem Plan. Dazwischen werde ich im März noch einmal nach Italien fliegen. Neben dem Rom-Marathon möchte ich dort auch einen Lauf in der Vatikanstadt absolvieren.

Ab dem 2. Mai findet dann der Etappenlauf „Fra Grænsen til Grenen“ (von der Grenze nach Grenen) statt. In zwölf Tagen werden dabei 582 Kilometer quer durch ganz Dänemark gelaufen.

Im August werde ich voraussichtlich noch einmal nach Italien reisen, um beim Orta 10 in 10 teilzunehmen – zehn Läufe am Lago d’Orta.

Auch eine Triathlon-Langdistanz möchte ich 2026 wieder absolvieren. Dafür habe ich mir den Knappenman in der Lausitz ausgesucht.

 

Michael Kiene

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