Start    I     Laufen in Northeim    I     Kontakt    I     Marathon als Leidenschaft (Das Buch)

 

13.05.2026: Etappe 12 (Update)

Das Essen gestern hatten wir wieder bestellt und brauchten es nur abzuholen. Das Frühstück heute mussten wir erneut selbst zubereiten.

Heute geht es nach Skagen/Grenen. Die letzte Etappe hat noch einmal knapp 50 Kilometer, dafür aber nur etwa 50 Höhenmeter.
Neben einer Strandpassage gibt es heute noch ein paar Besonderheiten:

  • Wir starten in vier Gruppen. Berit startet bereits um 6 Uhr, die weiteren Startgruppen folgen um 7 Uhr, 8 Uhr und 8:30 Uhr.

  • Das Ziel befindet sich nicht am Übernachtungsort, sondern auf dem letzten Parkplatz vor der Spitze. Dort werden Anja, Achim und ich auf die Läufer warten.

  • Nachdem sich alle im Ziel verpflegt haben, wandern wir gemeinsam für ein Gruppenfoto bis an die Spitze – also an den Punkt, an dem sich Nordsee und Ostsee treffen.

     

    UPDATE

    Achim und ich sind früh nach Skagen gefahren. Nachdem wir den Anhänger am Campingplatz abgestellt hatten, haben wir erst einmal den Hafen besucht, anschließend sind wir durch die Fußgängerzone gebummelt. Dort gab es dann auch mein dänisches Softeis, auf das ich mich schon seit Tagen gefreut hatte. In einem Sportladen konnte ich außerdem noch eine reduzierte lange Laufhose erstehen.

    Nachdem Anja per WhatsApp gemeldet hatte, dass sie den Versorgungspunkt abgebaut hat, sind wir zum Parkplatz gefahren, um auf sie zu warten und dann gemeinsam das Ziel aufzubauen.

    Der Zieleinlauf war für die meisten Teilnehmer sehr bewegend und schön. Jeder hat jeden gefeiert, und nachdem alle zusammen waren, sind wir gemeinsam zur Spitze gewandert.

    Heute Abend gibt es dann die große Abschlussfeier mit Siegerehrung.

    Die Hütten auf dem Campingplatz sind für alle Teilnehmer noch bis Freitag gebucht, sodass jeder seine Rückreise entspannt planen kann. Wer mit dem Zug abreist, wird von uns natürlich auch noch zum Bahnhof gefahren.


    12.05.2026: Etappe 11 (Update)

    Gestern Abend gab es Pizza, Pommes und Salat. Berit hatte alles vorbestellt, und wir brauchten es nur noch abzuholen. In unserer Unterkunft gab es einen großen Gemeinschaftsraum, in dem wir alle zusammen sitzen konnten.

    Hatte ich gestern Nachmittag noch von dem guten Internet berichtet, so hat sich das im Laufe des Nachmittags verändert. Nachdem die Teilnehmer eingetroffen waren, hat jeder seine Fotos und Videos mit Freunden und Verwandten geteilt. Das Ganze wurde dann auch mit unserer laufinternen WhatsApp-Gruppe geteilt, und das bedeutet halt nicht nur, dass die Daten einmal hochgeladen werden, sondern auch noch 14-mal heruntergeladen werden.
    Nebenan gab es aber eine Naturschule mit freiem WLAN. Wenn man seinen Standort etwas verändert hat, konnte man sich dort einwählen.

    Heute geht es weiter nach Frederikshavn, unserer vorletzten Etappe, die mit 45,4 Kilometern eine der kürzesten ist.

     

    UPDATE

    Der Start erfolgte wieder in den üblichen drei Gruppen, also um 7 Uhr, 8 Uhr und 9 Uhr.

    Achim und ich haben dann auf dem Weg zum Etappenziel in Frederikshavn noch ein paar Besorgungen gemacht und waren sehr früh am Platz. Dort wurden wir sehr freundlich empfangen, aber natürlich gab es auch wieder die Frage, warum wir so viele Hütten brauchen, wenn wir doch nur zu zweit sind. Nachdem wir das erklärt hatten, bekamen wir eine Einweisung auf den Platz. Neben einem Hallenbad gibt es auch einen Palmenstrand, und genau heute ist der Tag, an dem die Palmen aus dem Gewächshaus geholt und für den Sommer wieder aufgestellt werden. Für mich war aber das Hallenbad interessanter. Nachdem wir dann die Häuser bezogen hatten, bin ich erst einmal etwas schwimmen gegangen.

    Danach haben wir das Ziel und die Zielverpflegung vorbereitet.

    Da Katrin heute ihren 444. Marathon/Ultra lief, hatte Andreas – wie schon für meinen 1300. – ein Schild vorbereitet. Im Ziel wurde sie dann von uns auch mit Luftschlangen empfangen.


    11.05.2026: Etappe 10 (Update)

    Das Essen gestern Abend hatten wir bei Bilka ToGo vorbestellt, und das Frühstück heute Morgen gab es im Danhostel.

    Der Start erfolgt wieder in den drei gewohnten Gruppen um 7 Uhr, 8 Uhr und 9 Uhr. Unser heutiges Etappenziel heißt Østervrå, aber wie schon gestern erwähnt, liegt unser Übernachtungsort mitten im Nirgendwo. Bis dorthin sind es allerdings erst einmal noch 49,1 Kilometer.

     

    UPDATE

    Die Strecke heute führte in Aalborg zunächst am Limfjord entlang, danach kamen aber leider einige Passagen an verkehrsreichen Straßen und durch Gewerbegebiete. Irgendwann lag Aalborg jedoch hinter den Läufern, und dann ging es weiter auf verkehrsarmen Straßen durch eine ländliche Region. Alle paar hundert Meter gab es mal einen Hof und alle paar Kilometer ein Auto – ansonsten nur Felder und Natur.

    Zum Ende der Etappe ging es dann noch einmal durch einen schönen Wald mit einigen Hügeln und tollen Trails.

    Insgesamt war die Navigation heute aber etwas herausfordernder als an den letzten Tagen.

    Achim und ich sind heute ebenfalls direkt bis zum Ziel durchgefahren. Da wir die Unterkunft ja bereits von gestern kannten, wussten wir, dass wir dort erst einmal gründlich durchlüften müssen.

    Das Gebäude ist zwar sehr alt, aber es wird regelmäßig irgendetwas renoviert. Als wir heute hier waren, wurde gerade das Holz an den Bänken und Tischen im Außenbereich erneuert.

    Bisher hatten wir für die Teilnehmer den Luxus, dass alle Übernachtungen in Zweibettzimmern stattfanden. Das geht hier in der Gegend leider nicht, da es nur diese eine Übernachtungsmöglichkeit gibt. Deshalb müssen heute alle auf einem Schlafboden übernachten.

    Was man allerdings erwähnen sollte: Die nächste asphaltierte Straße ist mehr als zwei Kilometer entfernt, und trotzdem gibt es in diesem Haus schnelleres Internet als in manchen deutschen Städten.

    Das Wetter hat deutlich abgekühlt. In der Sonne ist es zwar noch angenehm, die Temperaturen sind aber nur noch einstellig. Wenn die Sonne hinter den Wolken verschwindet und dazu noch etwas Wind aufkommt, wird es schon ziemlich frisch.


    10.05.2026: Etappe 9 (Update)

    Das Essen im Hotel war gut und sehr reichhaltig. Zur Nachspeise gab es dann auch noch für jeden zwei Pfannkuchen und zwei Kugeln Sorbet.

    Die heutige Etappe führt die Läufer über eine Länge von 52,3 Kilometern nach Aalborg. Damit ist dies die längste Etappe. Da der Asphaltanteil mit mehr als 35 Kilometern jedoch sehr hoch ist, wird die Etappe wahrscheinlich leichter sein als die andere Etappe mit 52,0 Kilometern.

    Achim und ich fahren heute direkt nach Aalborg durch, ohne am Versorgungspunkt anzuhalten. Das hat zwei Gründe: Zum einen kann man am Versorgungspunkt schlecht parken, und zum anderen haben wir heute mit Kirsten eine Mitfahrerin, die wir in Aalborg zum Bahnhof bringen müssen.

    Kirsten ist gestern ihre achte und damit letzte Etappe gelaufen. Am Montag muss sie wieder arbeiten, daher war sie als Tagesstarterin für die ersten acht Etappen gemeldet.

     

    Update

    Heute gab es bezüglich der Temperaturen einen Wetterumschwung. Waren es in den letzten Tagen am Start meist etwa 7 Grad und im Ziel rund 15 Grad, so wurden heute nur noch 12 Grad erreicht. Außerdem muss zunehmend mit Bewölkung und Wind gerechnet werden.

    Nachdem wir Kirsten am Bahnhof abgeliefert hatten, sind wir erst einmal weiter zum morgigen Etappenziel gefahren. Das Ziel liegt mitten im Nirgendwo und besteht aus einem Haus mit einem Schlafboden. Als wir dort die Plätze reservieren wollten, meinte der Vermieter, dass dies nicht nötig sei, da das Haus sowieso meist nur mit bis zu vier Gästen belegt sei und er Platz für 20 Personen habe.

    Als Berit jetzt noch einmal mit dem Vermieter telefoniert hat, stellte sich heraus, dass er gerade in Spanien ist und das Haus geschlossen sei. Außerdem sollten dort gerade Renovierungsarbeiten stattfinden. Eigentlich sollten diese schon abgeschlossen sein, ganz genau wusste er es aber auch nicht. Es könne zudem sein, dass wir kein Wasser hätten – ansonsten könnten wir dort aber gerne übernachten. Daher beschlossen wir, uns schon einen Tag vorher anzuschauen, was uns dort erwartet.

    Nach einer kurzen Besichtigung konnten wir im Helferteam aber Entwarnung geben: Es ist zwar keine Luxusunterkunft, aber für eine Nacht vollkommen okay. Zurück in Aalborg haben wir erst einmal im Danhostel eingecheckt und das Ziel aufgebaut. Das Danhostel in Aalborg liegt direkt am Fjord beziehungsweise am Sporthafen und ist wieder sehr gut ausgestattet.


    09.05.2026: Etappe 8 (Update)

    Gestern Abend haben wir auf dem Campingplatz gegrillt. Das hat sich zwar etwas länger hingezogen, war aber ein sehr nettes Miteinander und ein wirklich schöner Abend.

    Da wir auf einem Campingplatz waren, hieß es heute Morgen wieder, das Frühstück selbst vorzubereiten. Wenn ich hier „wir“ schreibe, ist damit allen voran Gaby gemeint, die früh aufsteht, alles vorbereitet und selbst dann vor dem Laufen nicht einmal frühstückt. Liebe Gaby, ich denke, dass ich für alle Teilnehmer spreche, wenn ich hier einfach mal Danke sage.

    Heute führt uns die achte Etappe über eine Länge von 46,7 Kilometern nach Aars. Dort werden wir wieder in einem Hotel übernachten. Die Strecken werden jetzt wieder etwas leichter beziehungsweise der Trailanteil wird geringer.

     

    UPDATE

    Da wir heute erst ab 14 Uhr ins Hotel konnten, sind Achim und ich auch heute noch einmal am Verpflegungspunkt vorbeigefahren. Während wir auf die ersten Läufer warteten, erklang aus einem Nachbargebäude laute Musik – „Helene Fischer“ mit „Atemlos durch die Nacht“, und das mitten in Dänemark.

    Nachdem die Läufer so nach und nach eingetroffen waren, haben Achim und ich uns auf den Weg zum Ziel gemacht.

    Gegenüber vom Hotel befindet sich ein Kiosk, sodass ich mir die Wartezeit mit einem Eis verkürzen konnte.

    Insgesamt waren die Läufer heute alle sehr schnell. Durch die unterschiedlichen Startzeiten sind alle innerhalb eines Zeitfensters von 69 Minuten eingetroffen.

    Das Essen heute Abend gibt es ebenfalls wieder im Hotel, sodass wir uns um nichts weiter kümmern müssen und den Nachmittag frei haben.


    08.05.2026: Etappe 7 (Update)

    Gestern haben wir im Hotel übernachtet. Dort gab es auch das Abendessen sowie heute das Frühstück, sodass wir uns um nichts kümmern mussten.

    Das heutige Etappenziel heißt Hjarbæk, und bis dorthin müssen 48,6 Kilometer absolviert werden. Mit etwa 11 Kilometern Asphalt, sehr vielen Trails und rund 400 Höhenmetern wird diese Strecke auch nicht einfacher als die heutige.

    Für mich ist das die letzte unbekannte Strecke. Die Etappen, die danach folgen, habe ich alle selbst erkundet, daher kenne ich auch unser Etappenziel bereits.

     

    UPDATE

    Der Start erfolgte wieder in drei Gruppen. Nach 4,4 Kilometern hatten die Teilnehmer dann das Bergfest erreicht – genau die Hälfte lag hinter beziehungsweise vor ihnen.

    Bezüglich des Versorgungspunkts gab es heute eine leichte Ungewissheit. Bei der Planung war schon nicht ganz klar, ob der Versorgungspunkt bei Kilometer 23,5 (Streckenhälfte) stehen kann. Deswegen hatte Eckhardt im Track vorsichtshalber einen VP A und alternativ einen VP B eingetragen. Mit Anja hatten wir abgesprochen, dass wir den Versorgungspunkt zunächst ebenfalls anfahren, um zu schauen, ob alles passt. Es war dann aber alles super, und der Versorgungspunkt A bei der Streckenhälfte konnte verwendet werden. So hatte ich außerdem noch die Möglichkeit, etwas auf der Strecke unterwegs zu sein. Achim und ich sind dann weiter Richtung Ziel gefahren, haben aber in Viborg beim Bilka (Verbrauchermarkt) gestoppt, um einige Einkaufswünsche der Teilnehmer zu erfüllen.

    Wir waren dann um kurz nach 11 Uhr im Ziel und mussten feststellen, dass die Rezeption um 11 Uhr schließt und erst wieder um 16 Uhr öffnet. Zum Glück war aber eine Handynummer angegeben. Der Teilnehmer sprach auch Englisch, und nach einem kurzen Telefonat kam ein freundlicher Mitarbeiter und hat uns die Schlüssel für unsere sieben Hütten herausgegeben. Er fragte noch, was wir machen würden, weil wir sieben Hütten brauchen, aber nur für einen Tag bleiben. Ich habe ihm dann erklärt, dass wir in zwölf Tagen von Flensburg nach Skagen laufen, und ihm zusätzlich noch den Streckenverlauf bei Komoot gezeigt. Die Hütten heute sind super. Eckhardt hatte den Track auch so ausgelegt, dass dieser direkt vor den Hütten endet. In nur etwa 50 Metern Entfernung gab es außerdem einen Pool. Dieser war zwar noch etwas kalt, aber zum Muskelentspannen und für die Regeneration genau richtig.

    Anja, Achim und ich haben dann für die Läufer im Ziel zusätzlich zur normalen Zielverpflegung noch Hotdogs vorbereitet.


    07.05.2026: Etappe 6 (Update)

    Unsere Unterkunft gestern war in einem Ferienhof, hier hatten wir das ganze Haupthaus für uns alleine. Die Unterkunft lag aber auch mitten im nichts, wahrscheinlich verirren sich außerhalb der Session nicht allzu viele Leute dort hin.

    Das Essen für den Abend hatten wir bestellt, es gab das offizielle dänische Nationalgericht „Stegt flæsk med persillesovs“. Dies besteht aus knusprig gebratenen Schweinebauchscheiben, die traditionell mit Salzkartoffeln und einer Petersiliensauce serviert werden.

    Neben mir ist leider gestern auch unsere finnische Teilnehmerin „Sari“ ausgestiegen, sie hat zwar gestern die Etappe noch beendet, hat dann aber entschieden heute nicht mehr an den Start zu gehen.

    UPDATE

    Die heutige Etappe führte uns über eine Distanz von 52 km nach Knudstrup. Insgesamt handelte es sich dabei um eine der schwersten Etappen. Neben der Länge kam noch der Umstand hinzu, dass diese Etappe nur etwa 4 Kilometer Asphalt beinhaltete.

    Nachdem wir heute Morgen die Läufer wieder in die gewohnten drei Startgruppen (7 Uhr, 8 Uhr und 9 Uhr) auf die Strecke geschickt hatten und alles verladen war, sind wir noch einen kleinen Umweg über Silkeborg gefahren. Dort haben wir Sari zum Bahnhof gebracht. Sie fährt von dort mit dem Zug nach Hamburg und fliegt anschließend zurück nach Finnland.

    Kurz bevor wir am Bahnhof waren, gab es einen Anruf vom Verpflegungspunkt: Der geplante Verpflegungspunkt konnte wegen einer Baustelle nicht angefahren werden. Da das Versorgungsteam den genauen Streckenverlauf nicht kannte, bestand Unsicherheit bezüglich eines Ersatzplatzes. Also ging es vom Bahnhof direkt weiter zum Versorgungspunkt.

    Der Ersatzplatz war schnell gefunden und lag nur etwa 200 Meter vor dem eigentlichen Verpflegungspunkt – und zudem direkt an der Strecke. Da wir nun schon am Verpflegungspunkt waren, haben wir natürlich auch gewartet, bis alle durch waren. So hatte ich außerdem noch die Möglichkeit, mir einen Teil der Strecke anzusehen.

    Bis zum Zieleinlauf hatten wir noch etwas Zeit, sodass wir noch die benötigte Verpflegung nachkaufen konnten. Mit dem Wetter hatten wir ebenfalls wieder richtig Glück. Bereits zum ersten Start um 7 Uhr schien die Sonne, auch wenn es temperaturmäßig noch etwas frisch war. Später kletterte das Thermometer dann aber noch auf 15 Grad.


    06.05.2026: Etappe 5 (Update)

    Unser Danhostel in Vejle war wieder sehr schön. Das Essen für den Abend hatten wir vor Ort bestellt, und das hat alles gut geklappt. Schon ab 18 Uhr konnten sich alle Läufer den Magen vollschlagen, sodass sich jeder frühzeitig zur Ruhe legen konnte. Das war auch gut so, denn die Etappe 5 ist zwar die zweitkürzeste, aber wieder deutlich schwieriger als die Etappe von gestern. Zum einen ist der Untergrund etwas schwerer zu laufen, und zum anderen erwarten uns wieder ungefähr 500 Höhenmeter.

    Auf dem Weg zu unserem Etappenziel Nørre Snede verlassen wir auch Südjütland und laufen weiter nach Mitteljütland.

    UPDATE

    Wegen der Lage unserer Unterkunft sind wir heute erst nach 6,5 Kilometern auf den Ochsenweg gekommen. Die Etappe selbst hatte wieder einen geringeren Asphaltanteil; dieser lag heute bei ungefähr einem Drittel.

    Auf den ersten Kilometern ging es gleich 100 Höhenmeter hinauf, danach verlief die Strecke wellig weiter – aber auch landschaftlich sehr schön. Um 12 Uhr war heute Warntag in Dänemark. Da unsere Mobiltelefone ja auch im dänischen Netz eingebucht waren, haben sie natürlich ebenfalls ausgelöst. Berit hatte uns aber gestern schon darüber informiert, sodass niemand erschrocken oder verwundert war. Die Meldung wurde übrigens nicht nur auf Dänisch, sondern auch auf Englisch angezeigt.

    Bei mir selbst lief es heute nicht gut. Nach 700 Metern bin ich auf einem Grasweg auf einen Erdhaufen getreten, und sofort ging ein stechender Schmerz durch mein kaputtes Bein. Die nächsten Kilometer bin ich erst einmal über die Strecke gehumpelt. Ab Kilometer drei habe ich dann wieder versucht anzulaufen, das ging aber immer nur für ein paar hundert Meter – dann waren die Schmerzen wieder so stark, dass ich eine Gehpause einlegen musste. Das Ganze habe ich dann bis Kilometer 15 im Wechsel gemacht und schließlich entschieden, auszusteigen. Weiterzulaufen hätte für mich überhaupt keinen Sinn gemacht. Natürlich hätte ich diese Etappe noch irgendwie durchziehen können, aber dann hätten immer noch sieben Etappen vor mir gelegen, und ich musste unweigerlich an den Deutschlandlauf 2019 denken.

    Damals bin ich viele Kilometer mit einer Verletzung gelaufen. Im Ziel habe ich mich zwar gefreut, dass ich es durchgezogen habe – den Preis dafür musste ich aber im Nachgang bezahlen: Es hat ganze sechs Monate gedauert, bis ich wieder schmerzfrei laufen konnte, und 14 Monate, bis ich wieder einen runden Laufstil hatte und mit Spaß gelaufen bin.

    Ein weiterer Grund ist, dass mir das Laufen so überhaupt keinen Spaß macht und ich den „Fra Grænsen til Grenen“ deshalb nicht genießen kann. Dann wechsle ich lieber auf die Helferseite und genieße die nächste Woche in Dänemark.
    Auch wenn ich in den nächsten Tagen nicht weiterlaufe, werde ich den Blog natürlich trotzdem weiterführen.


    05.05.2026: Etappe 4 (Update)

    Unsere Unterkunft gestern war sehr schön: moderne, saubere Zimmer, und auch sonst hat alles gepasst. Ich hatte gestern ja schon erwähnt, dass wir im Ziel noch etwas gefeiert haben. Später hat mich Gaby (sie ist ja genau wie ich im Vorstand des 100 Marathon Club Deutschland) noch offiziell für meinen 1300. Marathon/Ultra geehrt.

    Das Danhostel, in dem wir übernachtet haben, gehört zu einer Sportanlage. Hier gab es gestern Abend auch das Abendessen und heute Morgen ab 6:30 Uhr das Frühstück.

    Unsere heutige Etappe (die vierte) führt uns über eine Distanz von 46 Kilometern nach Vejle (Skibet). Dort haben wir auch wieder ein Danhostel und bekommen unser Essen vor Ort. Das macht es für uns vom Orga-Team immer etwas einfacher, weil wir uns dann nicht noch selbst darum kümmern müssen.

     

    UPDATE

    Die heutige Etappe war etwas anders als die ersten drei. Bei einer Etappenlänge von 46 Kilometern hatten wir 27 Kilometer Asphalt. Auf der ersten Hälfte der Etappe sind wir viel auf Fahrradwegen neben Hauptstraßen gelaufen. In Dänemark ist zwar deutlich weniger Verkehr als in Deutschland, trotzdem war das ein ziemlicher Kontrast zu den ersten drei Tagen.

    Auf der zweiten Streckenhälfte ging es dann wieder mehr durch die Natur, und es gab wieder sehr schöne Streckenabschnitte. Insgesamt war die Strecke heute sehr schnell, und so ist es nicht verwunderlich, dass wirklich jeder Teilnehmer heute seine bisher schnellste Zeit beim „Fra Grænsen til Grenen“ gelaufen ist.

    Das Danhostel in Vejle ist sehr schön und modern. Wir sind hier auch die einzigen Gäste und können uns ungestört ausbreiten und die Gemeinschaftsräume nutzen.

    Kurz noch zu mir: Gefühlt lief es heute bei mir besser, aber das war wahrscheinlich dem deutlich besseren Untergrund geschuldet. Zwischenzeitlich konnte ich schon wieder eine akzeptable Pace laufen, und es fühlte sich auch nach Laufen an. Aber zum Ende hatte ich auch im moderaten Lauftempo leichte Schmerzen und musste ziemlich beißen.

     


    04.05.2026: Etappe 3 (Update)

    Gestern Abend haben wir das Essen, genau wie das heutige Frühstück, im Gemeinschaftsraum des Campingplatzes eingenommen – das war ein richtig nettes Miteinander.

    Unsere heutige Etappe führt uns über eine Distanz von 47,3 Kilometern nach Vejle; dort übernachten wir dann in einem Danhostel.

    Wie gestern starten wir wieder in drei Gruppen und ich starte wieder in der mittleren Gruppe.

    Für mich wird die Etappe ein Jubiläumslauf: Ich laufe heute meinen 1.300. Marathon/Ultra.
    Ich berichte nachher, wie es gelaufen ist.

     

    UPDATE

     

    Am Start hatten wir heute Morgen 7 Grad, aber das Regengebiet, das in der Nacht über uns lag, hatte sich verzogen, und die Sonne zeigte sich von Zeit zu Zeit – perfektes Laufwetter für meinen Jubiläumslauf.

    Die Strecke heute war wieder sehr schön. Der Asphaltanteil lag mit 14 Kilometern unter 30 % der Strecke. Der Rest bestand aus Feldwegen, Waldwegen und schönen Singletrails.

    Unser Versorgungspunkt lag schön an einem See und hat uns wieder mit allen möglichen Getränken und Essbaren überrascht. Ich selbst hatte auf der Strecke wieder etwas zu kämpfen. Wenn ich langsam laufe, bin ich fast komplett schmerzfrei, aber die Kilometer vergehen einfach so langsam, und das ist nervig.

    Kurz vor dem Ziel haben mich Katrin und Eckhardt (sie sind eine Stunde nach mir gestartet) eingeholt und sind mit mir zusammen ins Ziel gelaufen. Im Ziel wartete auch schon Andreas. Er und Katrin hatten ein schönes Plakat vorbereitet und mich mit Luftschlangen dekoriert.

    Dadurch, dass wir in drei Startgruppen gestartet sind, waren wir alle in einem begrenzten Zeitfenster im Ziel. Das hat sehr gut gepasst, um gemeinsam zu feiern und anzustoßen. Ich hatte noch je eine Flasche Sekt mit und ohne Alkohol besorgt. Gaby hat einen Kuchen und eine Flasche Dr. Nielsen (bekannt durch den Dr.-Nielsen-Marathon in Dänemark) mitgebracht. Ein Lauffreund von Berit hat es sich nicht nehmen lassen und ist auch extra noch mit einem Kuchen vorbeigekommen.


    03.05.2026: Etappe 2 (Update)

    Gestern Abend sind noch alle gut ins Ziel gekommen. Der Campingplatz und die Hütten waren sehr schön; es gab sogar auf dem ganzen Platz WLAN. Da das Wetter noch so gut war, haben wir das Abendessen kurzerhand nach draußen verlegt. Natürlich gab es vorher noch einiges Organisatorisches zu erledigen, aber das war zu erwarten, da sich einige Abläufe erst einspielen müssen.

    Heute stehen wieder 46 Kilometer auf dem Plan. Damit sich das Ganze beim Zieleinlauf und an den Versorgungspunkten nicht zu weit auseinanderzieht, starten wir morgen in drei Gruppen.
    Die Wetterprognose sieht ganz gut aus: Bei Temperaturen zwischen 11 und 20 Grad soll es bedeckt bleiben. Für den Abend ist dann Regen angekündigt. Unser Etappenziel heißt Vojens. Wir laufen also etwas weiter ins Landesinnere und nicht mehr direkt an der Ostsee entlang.

    UPDATE

    Die heutige Etappe war sehr abwechslungsreich. Wir laufen jetzt ja auf dem „Hærvejen“ (deutsch: Ochsenweg), und unterwegs haben wir auch schon die ersten Wanderer getroffen. Die Strecke bot heute viel Abwechslung: Der Verlauf wechselte immer wieder zwischen schönen Waldpassagen, Feldwegen und verkehrsarmen Straßen.

    Der Start in drei Gruppen hat sich sehr bewährt. So musste unsere Anja nicht allzu lange am VP warten, und auch im Ziel waren alle relativ dicht beisammen. Heute Abend haben wir noch eine Kleinigkeit zu feiern: Kiki, die als Tagesstarterin für die ersten acht Etappen gemeldet ist, hat heute ihren 75. Marathon/Ultra absolviert. Wenn jetzt noch sechs weitere dazukommen, ist der Weg bis zur 100. nicht mehr sehr weit.

    Unser Etappenziel heute mussten wir kurzfristig ändern. Eigentlich war ein anderer Ort geplant, aber vor ein paar Wochen hatte uns ein Anwalt kontaktiert und mitgeteilt, dass die Betreiberin verstorben ist und der Platz aktuell geschlossen sei. Wir haben dann kurzfristig umgeplant und die Strecke etwas angepasst. Zu unserer Überraschung sind wir die einzigen Gäste auf dem Platz.

    Nun noch kurz zu mir: Mein Problem ist natürlich noch nicht weg, aber wenn ich langsam laufe, ist es okay. Wenn ich gehe oder schneller laufe, schmerzt es mehr als beim langsamen Dahintraben. Also laufe ich einfach etwas langsamer und habe mehr Zeit, die Strecke, die Landschaft, das Land und die Leute zu genießen. Positiv ist auch, dass es nicht schlimmer geworden ist. Ich bilde mir sogar ein, dass es im Laufe des Tages etwas besser geworden ist. Vielleicht habe ich ja Glück und kann es in den nächsten Tagen komplett „herauslaufen“.


    02.05.2026: Etappe 1 (Update)

    Unser gemeinsames Essen gestern war sehr nett. Da einige Teilnehmer mit der Deutschen Bahn angereist sind, konnten leider nicht alle daran teilnehmen. Wenn ich mich gestern noch über meine 1,5 Stunden zusätzliche Reisezeit beschwert hatte, ist das gegenüber der Tortur, die diese Teilnehmer erleben mussten, wirklich nicht vergleichbar
    Das Frühstück mussten wir heute Morgen selbst organisieren. Im Hotel hätte es dieses erst ab 7:30 Uhr gegeben, und bei einem Start um 8 Uhr wäre das doch etwas spät gewesen. Gaby hatte dazu schon alles im Vorfeld eingekauft.

    Auf der linken Karte seht ihr unseren ungefähren Streckenverlauf. Den grünen Teil haben wir am Ende der jeweiligen Etappe geschafft, der rote Teil liegt noch vor uns.

    Bei unserer heutigen Etappe starten wir alle zusammen um 8 Uhr. Die ersten ca. 1,9 Kilometer laufen wir als Gruppe zusammen. Dann sind wir an der Grenze zu Dänemark und wollen dort noch einmal ein Gruppenfoto machen, bevor jeder in seinem Tempo das Abenteuer unter seine Füße nimmt.
    Unser erstes Etappenziel heißt Aabenraa, bis dahin sind es 46,1 km.

    UPDATE
    Wir sind heute pünktlich um 8 Uhr gestartet. Wie geplant sind wir am Anfang zusammen gelaufen, um dann an der Grenze noch ein Gruppenfoto zu machen. Der erste Teil der Strecke verlief über den Gendarmstien. Ein Teil davon führte durch einen Wald mit viel Auf und Ab; am Ende hatte ich mehr als 500 Höhenmeter auf der Uhr. Ein großer Abschnitt verlief aber auch immer wieder am Wasser entlang.
    Ich bin zunächst zusammen mit Katrin, Eckhardt und Bodo gelaufen, musste aber schon früh feststellen, dass es mir sehr schwerfällt. Meine Hamstringsehne machte sich wieder bemerkbar. Dass sie nicht ganz ausgeheilt war, wusste ich ja schon, und ich hatte auch damit gerechnet, im Laufe der Veranstaltung Probleme zu bekommen – aber so früh hätte ich nicht damit gerechnet.
    Bei Kilometer 19 habe ich dann entschieden, die anderen ziehen zu lassen und deutlich Tempo herauszunehmen. Schließlich möchte ich Skagen ja laufend erreichen.
    Vom Wetter her war es heute eigentlich für Dänemark untypisch: Am Start waren es schon 13 Grad, und im Laufe des Tages stieg die Temperatur schnell auf 23 Grad.
    Auf der zweiten Hälfte der Strecke hatten wir dann viel Asphalt und leider keinen Schatten. Da dieses Wetter auch so angesagt war, hatte Berit im Vorfeld schon ihren Schwager aktiviert. Er wohnt in der Nähe und hatte für uns bei Kilometer 38 noch einen extra Versorgungspunkt mit kühlen Getränken und Wassermelone eingerichtet.
    Unser Ziel heute ist ein Campingplatz; hier haben wir sehr schöne Hütten gemietet.


    01.05.2026: Anreise (Update)

    Mein erster Treffpunkt auf der Anreise ist Kropp, wo ich mich mit Gaby sowie unseren Helfern Anja und Achim treffe. Von dort geht es weiter nach Kupfermühle. Dort kommen alle Teilnehmer zu einem gemeinsamen Abendessen und zur ersten Übernachtung zusammen.

    Morgen geht es dann endlich los.

    Ich werde aber bestimmt nachher noch etwas schreiben.

    (Update)
    Die Anreise war etwas nervig. Bis Kropp habe ich alleine 1,5 Stunden länger benötigt als normal. Zuerst gab es einige Staus, und hinter Hamburg gab es dann noch eine Vollsperrung. Zum Glück bin ich früh genug gestartet, sodass ich noch rechtzeitig in Kropp war. Ab Kropp lief es dann problemlos, und so waren wir als Erste im Hotel. Die ersten Teilnehmer sind jetzt auch schon eingetroffen, und die anderen sollten in der nächsten Stunde ankommen. Für heute sind noch das Briefing und ein gemeinsames Abendessen geplant.
    Morgen um 8 Uhr starten wir dann zur ersten Etappe.


    30.04.2026: Strecke

    Wie ich bereits vor sieben Tagen erwähnt habe, bin ich auch Mitglied im Organisationsteam des Fra Grænsen til Grenen. In dieser Funktion habe ich im Vorfeld fünf Etappen selbst erkundet. Eckhardt, unser Streckenchef, hatte zwar alle Etappen ausgearbeitet und entsprechende GPS-Tracks erstellt, da dies jedoch ausschließlich am heimischen Computer erfolgte, wollten wir die Strecken unbedingt vorab noch einmal in der Praxis prüfen.

    Da Berit als einzige aus dem Organisationsteam in Dänemark lebt, bot ich als regelmäßiger Dänemarkbesucher an, ebenfalls einige Etappen zu erkunden. So habe ich Ende 2025 die Etappen 8 bis 12 erkundet.

    Die ersten sieben Etappen kenne ich bislang nur vom Computer – umso gespannter bin ich darauf, was mich dort erwarten wird.


    29.04.2026: Ernährung

    Öfter werde ich gefragt, ob ich mich aufgrund des vielen Laufens besonders ernähre. Normalerweise lautet meine Antwort: nein. Ich esse das, worauf ich Appetit habe. Mein Körper meldet sich in der Regel sehr zuverlässig und signalisiert mir – zum Beispiel durch Heißhunger – was er benötigt.

    Auch wenn die Etappen kürzer sind als etwa beim TransEspaña oder beim Deutschlandlauf, liegt der zusätzliche Energiebedarf dennoch bei rund 4.000 Kalorien pro Tag – zusätzlich zum normalen Grundumsatz.

    Da es auf der Strecke täglich nur einen Versorgungspunkt gibt, muss man entsprechend mehr Verpflegung mitführen und sich im Vorfeld sehr genau überlegen, was man unterwegs benötigt.


    28.04.2026: Tapering

    Tapering bezeichnet die letzte Phase der Vorbereitung vor einem Wettkampf, in der das Trainingspensum gezielt reduziert wird. Ziel ist es, die Muskulatur zu regenerieren, Ermüdung abzubauen und die Energiespeicher optimal aufzufüllen, ohne dabei die Form zu verlieren. Je nach Wettkampfdistanz dauert das Tapering meist ein bis drei Wochen. In dieser Zeit werden Umfang und Intensität des Trainings reduziert, während Ernährung und Erholung eine größere Rolle spielen.

    Wer richtig tapert, startet ausgeruht, frisch und voller Energie ins Rennen.

    Für mich begann das Tapering am 19. April. Ab diesem Tag reduzierte ich mein Sportprogramm deutlich. Am 26. April bin ich dann allerdings doch noch den Hamburg Marathon gelaufen: Ein Arbeitskollege absolvierte dort seinen ersten Marathon, und ich hatte ihm versprochen, ihn zu begleiten.


    27.04.2026: Ausrüstung

    Eigentlich sollte man meinen, dass jemand wie ich, der bereits so viele Kilometer und Läufe hinter sich hat, längst über die komplette Ausrüstung verfügt – oder zumindest alles schon einmal getestet hat. Im Großen und Ganzen trifft das auch zu. Dennoch gibt es ständig Neuerungen bei den Produkten, und für eine so lange Mehrfachbelastung wollte ich nicht mit völlig abgenutzter Ausrüstung starten, die möglicherweise mitten im Etappenlauf versagt.

    In den letzten Monaten habe ich daher viel getestet und meine Laufausrüstung einem Update unterzogen. Natürlich habe ich auch zwei Paar neue Laufschuhe im Gepäck. Zwar bleibe ich meinem seit Jahren bewährten Modell treu, doch auch hier gibt es jährlich Updates durch den Hersteller, sodass ein ausgiebiger Test unerlässlich war.


    26.04.2026: Alternativtraining

    Beim Thema Alternativtraining denken die meisten sofort an Radfahren und Schwimmen – und das ist grundsätzlich auch richtig. Da ich jedoch seit drei Jahren Triathlon betreibe, stehen diese beiden Sportarten ohnehin ganzjährig auf meinem Trainingsplan.

    Für den Fra Grænsen til Grenen war es mir jedoch besonders wichtig, die bei vielen Läufern eher unbeliebten Trainingseinheiten stärker zu berücksichtigen: Athletiktraining, Lauf-ABC und Dehnübungen. Zugegeben, auch ich absolviere diese Einheiten nicht besonders gern. Aus Erfahrung weiß ich jedoch, dass sie genauso wichtig – wenn nicht sogar wichtiger – sind als das eigentliche Lauftraining.

    Beim Deutschlandlauf 2019 hatte ich diese Inhalte in der Vorbereitung etwas vernachlässigt. Das rächte sich während des Laufs in Form von Problemen mit dem Sprunggelenk.


    25.04.2026: Training

    Wer verfolgt hat, welche Etappenläufe ich bisher absolviert habe und welche Ultras ich im letzten Jahr gelaufen bin, könnte schnell zu dem Schluss kommen, dass ich mich läuferisch nicht besonders intensiv auf diesen Etappenlauf vorbereiten muss. Es stimmt zwar, dass ich im letzten Jahr 18 Tage in Folge täglich 60 Kilometer gelaufen bin und der Lauf durch Dänemark mit zwölf Tagen „nur“ einen Durchschnitt von 48,2 Kilometern pro Tag hat – dennoch darf man das Ganze nicht unterschätzen.

    Am Ende sind es zwölf Ultraläufe an zwölf aufeinanderfolgenden Tagen. Entsprechend wolle ich meine Trainingsumfänge deutlich erhöht und strukturierter nach Trainingsplan trainieren. Leider hatte ich ab Ende Februar eine Reizung an der Hamstringsehne und im März eine sehr hartnäckige Erkältung, so dass ich mein Lauftraining in der Haupttrainingsphase deutlich reduzieren musste. Neben dem Laufen habe ich auch viel Alternativtraining absolviert, dazu schreibe ich morgen mehr.


    24.04.2026: Das ist der „Fra Grænsen til Grenen“

    Der „Fra Grænsen til Grenen“ – auf Deutsch „von der Grenze bis nach Grenen“ – ist ein Etappenlauf mit Start an der deutsch-dänischen Grenze bei Kupfermühle. Zunächst folgen wir der dänischen Förde entlang des sogenannten Gendarmstien. Vom Sommerschloss in Gråsten (deutsch: Gravenstein) laufen wir schräg nach Aabenraa und folgen anschließend dem Hærvejen (deutsch: Ochsenweg) bis nach Grenen.

    Grenen ist die sandige Landspitze nordöstlich der Stadt Skagen und bildet mit dem Zusammenfluss von Nord- und Ostsee den nördlichsten Punkt Dänemarks. Die Gesamtstrecke von 575 Kilometern wird auf zwölf Etappen verteilt, mit Längen zwischen 45,4 und 52,3 Kilometern.

    Weitere Informationen sowie Ergebnisse gibt es unter folgendem Link:
    https://www.michaelkiene.de/dk/start.php


    23.04.2026: Wie alles begann

    Beim Hannover Marathon im April 2025 begleitete ich Gaby bei ihrem 400. Marathon/Ultra. Bereits vor dem Start erzählte sie mir, dass sie gemeinsam mit Berit einen Etappenlauf durch Dänemark plant. Als regelmäßiger Dänemarkbesucher war ich sofort begeistert und bekundete direkt mein Interesse.

    Ein paar Wochen später sprach mich Gaby an und fragte, ob ich mir vorstellen könnte, die Organisation des Laufs zu unterstützen. Natürlich sagte ich sofort zu und war ab diesem Zeitpunkt Teil des Organisationsteams.

    Aus diesem Grund wird sich der Blog diesmal nicht nur aus der Sicht eines Teilnehmers speisen, sondern ich werde sicherlich auch immer wieder Einblicke aus organisatorischer Perspektive geben.


    22.04.2026: Blog zum „Fra Grænsen til Grenen“

     

    In zehn Tagen startet die erste Etappe des Fra Grænsen til Grenen. Aus diesem Grund habe ich diesen Blog eingerichtet und werde ab jetzt täglich berichten.

    In den kommenden Tagen schreibe ich über meine Vorbereitung, mein Training und meine Ausrüstung. Am 1. Mai beginnt für mich das Abenteuer mit der Anreise. Sollte es zwischendurch einmal vorkommen, dass ich an einem Tag nichts berichte, liegt das vermutlich an einer fehlenden oder schlechten Internetverbindung.

    Grundsätzlich bin ich jedoch zuversichtlich, dass ich täglich – vielleicht sogar gelegentlich zweimal am Tag – von unterwegs berichten kann. Im Vergleich zu meinen bisherigen Berichten über bereits absolvierte Etappenläufe gibt es diesmal eine ganz entscheidende Änderung. Dazu werde ich morgen mehr schreiben.

     

  •  

    Michael Kiene

        •  Berichte
        •  Statistik
        •  Marathons und Ultras
        •  nur Marathons
        •  nur Ultras
        •  Etappenläufe
        •  geplante Starts


    Eigene Veranstaltungen

        •  Laufen in Northeim
        •  Leinetal-Ultra
        •  2-Länder-Serie


    Information

        •  Linkliste
        •  Kontakt
        •  Newsletter
        •  Meine DUV Statistik (extern)


    Projekte

        •  Fahrrad-Projekte
        •  Wander-Projekte
        •  Langdistanz-Triathlon


       Member of:


    Folge mir auf:


    Das Buch:

     

     


            Impressum   I   Disclaimer   I   Kontakt   I   Datenschutz
            (c) 2026 Michael Kiene